„Für mich ist die Messe ein guter Anfang“
Ein Schieferherz, ein neuer Einblick in das Handwerk und viele Fragen, die noch offen sind: Für eine Teilnehmerin aus dem Projekt „Frauen“ von neue arbeit e.V. war der Besuch der Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse ABOM in Wissen vor allem eines: ein Anfang.
Am 9. September 2026 besuchten Teilnehmerinnen des Projekts die ABOM im und rund um das Kulturwerk in Wissen. Zahlreiche Unternehmen aus der Region stellten ihre Arbeits- und Berufsfelder vor und gaben Einblicke in unterschiedliche berufliche Möglichkeiten.
Die Teilnehmerinnen konnten mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen, Fragen stellen und Berufe kennenlernen, die ihnen vielleicht bisher noch nicht begegnet waren.
Ein Berufsfeld nicht nur kennenlernen, sondern ausprobieren
Besonders eindrücklich wurde der Messebesuch dort, wo aus Information eigenes Erleben wurde.
An einem Dachdeckerstand hatte eine Teilnehmerin die Möglichkeit, selbst mit Schiefer zu arbeiten und ein Herz herzustellen. Mit viel Freude machte sie sich an die Aufgabe. Das fertige Herz durfte anschließend mit nach Hause.
Für sie war diese praktische Erfahrung ein besonderer Teil des Messebesuchs. Gleichzeitig entstand daraus ein konkreter Einblick in ein handwerkliches Berufsfeld.
„Mir hat besonders gefallen, dass ich selbst etwas machen konnte. Ich habe ein Herz aus Schiefer gemacht“, erzählt sie.
Ihr Fazit zur ABOM: „Für mich ist die Messe ein guter Anfang.“
Neugier als Ausgangspunkt
Nicht jede berufliche Orientierung beginnt mit einem klaren Berufswunsch. Gerade wenn unterschiedliche Berufsfelder zunächst wenig bekannt sind, braucht es Gelegenheiten, sich umzuschauen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
Der Besuch der ABOM bot den Teilnehmerinnen genau diesen Raum. Sie konnten Unternehmen aus der Region kennenlernen, unterschiedliche Tätigkeiten entdecken und erste Eindrücke aus der Arbeitswelt sammeln.
Für das Projekt „Frauen“ sind solche Erfahrungen ein wichtiger Bestandteil der Begleitung. Die Teilnehmerinnen werden dabei unterstützt, eigene Interessen und Stärken wahrzunehmen, neue Möglichkeiten kennenzulernen und ihre nächsten Schritte selbstbestimmt zu entwickeln.
Die Teilnehmerin möchte nach ihrem Messebesuch weiter über Berufe lernen und gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse verbessern. Auch daraus kann ein nächster Schritt entstehen.
Denn manchmal braucht berufliche Orientierung zunächst keine fertige Antwort. Es reicht, eine neue Möglichkeit kennenzulernen und neugierig auf das zu werden, was daraus entstehen könnte.
Das Projekt „Frauen“ wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie des Jobcenters Kreis Altenkirchen gefördert.












