Zusammenhalt über Grenzen hinweg
Als die Anleitenden Andrea Dahlke und Harald Rasch die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt baten, sich für die Gestaltung einer Wand im Gruppenraum ein Motiv zu überlegen, war ihnen nicht bewusst, wie intensiv und kreativ diese sich damit auseinandersetzen würden. Das Motiv sollte die gemeinsamen Werte der Gruppe repräsentieren.
Die Gruppe – das sind 20 Menschen, unterschiedlich in Alter, Geschlecht, Herkunft, Beruf, Wünschen etc. – zusammengewürfelt in der Zukunftswerkstatt, einem Bildungsangebot von neue arbeit e. V., welches vom Jobcenter Kreis Altenkirchen gefördert wird.
Trotz aller Unterschiede sind die Teilnehmenden zu einer festen Einheit geworden. Sie unterstützen sich gegenseitig, lachen und weinen miteinander, feiern ihre Geburtstage. Was dem/der Einen fehlt, bringt ein Anderer/eine Andere am darauffolgenden Tag mit. Freundschaften sind entstanden, die weit über das Projekt hinausgehen. Und dies galt es nun an die Wand zu bringen …
Als Motiv wurde letztendlich eine Weltkarte gewählt, umrahmt von den Flaggen der unterschiedlichen Herkunftsländer der Teilnehmenden und gepaart mit Schlagwörtern, die das Gruppengeschehen prägen. Über Wochen hinweg überlegten die Teilnehmenden, wie sie das Motiv am besten umsetzen, nahmen Maß, zeichneten vor, zeichneten an, klebten ab und mischten Farben, um dann das gewünschte Motiv in Kleinstarbeit an die Wand zu bringen. Kreativer Kopf des Projekts war Natalia S., die vor Ideen übersprudelte und die anderen Teilnehmenden mit ihrer Begeisterung ansteckte.
So entstand ein Wandbild, das den Zusammenhalt der Gruppe trotz aller Unterschiede repräsentiert. Alle bringen ihre eigene Kultur, ihren eigenen Hintergrund mit, doch hindert das nicht daran, zu einem Gemeinsam zusammenzuwachsen.
Autor: Andrea Dahlke












