Waldpädagogik und Motorik – Rückblick
Waldpädagogik und Motorik – Rückblick „Aufholen nach Corona“
Während der Corona-Pandemie mussten viele Kinder ihre Zeit drinnen verbringen, weit weg von ihren Freunden. Schule hat online stattgefunden, Sport wurde abgesagt und Spielplätze wurden zeitweise gesperrt. Doch Kontakt und regelmäßiger Austausch mit Gleichaltrigen ist wichtig, um soziale Fähigkeiten zu entwickeln.
Um die Kinder wieder zusammenzubringen, sie nach draußen in die Natur zu locken und um neue spannende Erfahrungen zu machen, hatte der Verein „neue arbeit e.V.“ das Projekt „Waldpädagogik und Motorik“ ins Leben gerufen. Es wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finanziert. Da dies nun ausläuft, wollen wir einen kleinen Blick zurück wagen, auf die schönen Dinge die wir mit den Kindern erlebt haben.
Im April 2022 startete das Projekt und „neue arbeit e.V.“ konnten in dieser Zeit über 50 Kinder betreuen. Kinder aus der 3. bis zur 6. Klasse konnten sich immer wieder auf neue Herausforderungen freuen, in denen sie ihre Sinne trainieren konnten. Aber auch Gruppendynamik, Vertrauen und Konfliktbewältigung wurde mit den Kindern geübt. Zum Beispiel in Spielen, in denen die Gruppen gemeinsam einen Weg über den Bach bauten, oder sie sich gegenseitig dabei halfen über Slacklines zu balancieren. Wie man hier sehen kann, wurden auch Tipis gebaut und kleine Snacks für Pausen zwischendurch sind auch immer dabei.


Es gab auch informative Einheiten, bei denen die Kinder lernten das ungefähre Alter eines Baumes durch ihre Größe zu bestimmen oder es wurden mit Lupengläsern verschiedene Bachtiere, Regenwürmer oder Hummeln beobachtet.
Auch die Feinmotorik und Kreativität wurde gefördert, wie zum Beispiel durch das Bauen von Waldmandalas und Matschgesichtern.
So viel Zeit wie möglich, wurde mit den Kindern draußen verbracht, damit die Kinder diese Erfahrungen bei sich zu Hause vor der Türe nachstellen können. Dass das jedoch nicht immer geht ist ja klar. Doch hat die „neue arbeit e.V.“ auch für schlechtes Wetter vorgesorgt. Im Dezember wurde dadurch mit den Kindern Plätzchen gebacken oder man hat mit den Kindern in der Holzwerkstatt gewerkelt.
Durch diese Spiele lernen die Kinder sich selbst und ihre Umwelt kennen und entdecken dabei neue Interessen. Zum Beispiel wurde im Wald mit den Kindern auch schon Müll gesammelt, um ihnen zu zeigen, wie wichtig es ist, unsere Natur zu schützen. Bei den Kindern merkt man, dass sie viel mehr Spaß an einigen Dingen haben als vorher und dass sich auch ihr Sozialverhalten verbessert hat. Die Kinder achten mehr auf ihre Umgebung und passen aufeinander auf.
Das Projekt „Waldpädagogik und Motorik“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finanziert.
Autor: Frank Vogler












