„Spurwechsel” – Homeschooling motiviert

Veröffentlicht am: 10. September 2020

„neue arbeit e.V.“ setzt auf soziale Vernetzung während Corona-Krise  10.09.2023

Wissen. Arbeitssuchende Jugendliche und junge Erwachsenen erhalten auch während der Corona Krise mit dem Projekt „Fit für den Job – Spurwechsel” wichtige Grundqualifikationen für den Arbeitsmarkt.

 

„Jetzt erst recht!“: Ein eingeführtes Hybrid-Modell aus Homeschooling und Präsenzunterricht zur Weiterführung der im Januar angelaufenen Schulungen kam bei den Teilnehmenden sehr gut an. Täglich werden nun zwei Gruppen unterrichtet, im Wechsel am Projektstandort und von zu Hause. Im Homeschooling erhalten die Gruppen für diese Tage entsprechende Hausaufgaben, wie Recherche, Aufgabenblätter oder das Telefonieren mit möglichen Ausbildungsbetrieben. Unterstützung im Homeschooling erhalten die Teilnehmenden durch Telefonate mit Anleitern und bei persönlichen Besuchen. Auch die Einhaltung der Hygienemaßnahmen wird hier streng beachtet, so erhält jeder Einzelne beim Projektstart eine Hygiene- und Sicherheitsunterweisung, deren Erhalt schriftlich gegen gekennzeichnet werden muss.

Somit konnten tatkräftig allerlei Aufgaben und Projektinhalte umgesetzt werden, wie zum Beispiel der Bau von Modell-Lehmhütten für das Themengebiet „Natur- und Erlebnispädagogik“, der Ausbau eines geräumigen Containers als Rückzugsraum für alle Teilnehmenden. Vor allem aber wurden fleißig Bewerbungsunterlagen erstellt und es erfolgte eine aktive Begleitung bei Vorstellungsgesprächen, Bewerbungstelefonaten sowie beim Einkaufstraining im Bau- und Supermarkt. Die mobile Schuldnerberatung „finanziell fit” der Diakonie unterstützt zusätzlich bei der Kalkulation von Kosten sowie dem Abschließen von Verträgen.

 

Unter den allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen konnten auch viele abwechslungsreiche Exkursionen stattfinden, u. a. der Kräuterpfad Marienstatt, der Naturpfad „Weltende” oder eine schöne Kanutour inklusive Müllsammelaktion.
Der Ausflug zum Technikmuseum Freudenberg sowie der Besuch einer Fotoausstellung von Peter Lindlein „Auf dem Westerwald“, kam besonders gut an. In den nächsten Wochen sollen hierzu im Anschluss besondere regionale Exkursionen und Projektarbeiten zu den Themen: Bodenschätze sowie Eisen- und Erzvorkommen im Westerwald stattfinden.

Insgesamt wurden die Umstellungen innerhalb des Projektes gut von den Teilnehmenden angenommen und auch erfolgreich umgesetzt. So konnten vier Personen ein Praktikum in dieser Zeit absolvieren, zwei erhielten einen Ausbildungsvertrag und sechs haben eine schulische Weiterqualifizierung, wie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oder die Teilnahme an einer betrieblichen Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) aufgenommen.

 

„Wir freuen uns, dass das bedingt durch Corona umgestellte Projekt so gut bei den Teilnehmenden ankommt”, beteuert Projektleiterin Kim Prieur. „Die meisten Teilnehmenden haben in der Zeit des Homeschooling bemerkt, dass das Projekt und deren Mitarbeiter für sie ein doch wichtiger sozialer Anlaufpunkt ist. Dadurch ist auch die Motivation mitzuwirken, bei vielen deutlich gestiegen.“

 

Dieses Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie dem Jobcenter Kreis Altenkirchen gefördert.

Autor: Anna Stephan