Öko-Projekt neue arbeit e.V. in Wissen
Aus Alt mach Neu
Noch immer prägen Massenkonsum und Wegwerfmentalität unsere Gesellschaft. Auch wenn mittlerweile ein Umdenken stattfindet, so sind die Folgen unseres tagtäglichen Handelns doch offensichtlich. Dinge werden nicht mehr repariert, sondern weggeworfen. Mit verheerenden Folgen für die Umwelt und letztendlich uns selbst.
Einen engagierten Beitrag dieser Entwicklung entgegenzusteuern leisteten die Teilnehmer in den von neue arbeit e.V. durchgeführten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen „Fit für den Job – Spurwechsel“, „Fit für den Job für Flüchtlinge – Horizonte“ sowie „Perspektiven eröffnen“. So entstand im Rahmen eines Öko-Projektes auf dem Gelände der Walzwerkstraße 2 in Wissen ein Nutz- und Erholungsgarten mit Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit. Ziel war es, einen Garten hauptsächlich aus bereits vorhandenen Materialien zu schaffen. Grundlage für die Planung des Gartens bildeten Wildholz und Steine, die bei Aufräumarbeiten zusammengetragen wurden.
Die Teilnehmenden, mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen, setzten ihre individuellen Fähigkeiten im Gartenprojekt ein, ergänzten sich gegenseitig und arbeiteten Hand in Hand. Ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Wertvorstellungen.
Gemeinsam wurden die nächsten Arbeitsschritte überlegt und auch eigene Ideen eingebracht. „Alle waren mit Herzblut bei der Sache“, so Anleiter Jörg Becher. „Selbst zurückhaltende Teilnehmer haben durch dieses Projekt ihren Platz in der Gruppe gefunden und sich aktiv eingebracht.“
Das handwerkliche Geschick und die Kreativität der Teilnehmenden wurden beim Verlegen von Pflastersteinen, beim Errichten von Zäunen, Gemüsebeeten, eines Insektenhotels, einer Feuerstelle sowie dem Bau verschiedener Sitzmöglichkeiten und einer Bocciabahn deutlich.
Um etwas „Neues“ zu schaffen, wurden „alte“ Materialien wie Steine, Holzabfall, ausrangierte Fahrräder oder Schubkarren aufbereitet oder zweckentfremdet. Die Teilnehmenden lernten dabei, dass aus vermeintlichem Müll etwas Schönes entstehen kann.
Diese drei Maßnahmen werden gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, das Land Rheinland-Pfalz und das Jobcenter Kreis Altenkirchen.
Autor: Jessica Siepelmeyer












