„neue arbeit“ Gemeinschaftsprojekt 26.11.2020
Neue Arbeit“ stellt Renovierungstrupp für den „Brodverein Weyerbusch“
Weyerbusch. Für Gärtnerin Daniela Schmidt (48), Tischler Harald Rasch (51) und Schlossermeister Guido Schelbach (53), die seit Jahren als Fach-Anleiter in Diensten des Vereins Neue Arbeit e.V. mit Sitz in Altenkirchen den praktischen und handwerklichen Teil in den vielfältigen Bildungsangeboten des gemeinnützigen Vereins abdecken, war es ein seltenes Großprojekt und damit auch eine seltene Gelegenheit, vielen Teilnehmenden an den zurzeit in Wissen laufenden neue arbeit-Angeboten „Spurwechsel“, „Perspektiven eröffnen“ oder „Ü50-bewegt!“ über einen längeren Zeitraum eine Alternative zum Alltag in den vereinsinternen Werkstätten zu bieten.
Möglich gemacht hatte diese Alternative im Außendienst der „Brodverein Weyerbusch“, der seit 2019 daran arbeitet, den seit fast 30 Jahren leerstehenden „Gasthof zur Post“ im Zuge eines LEADER-Projekts der Ortsgemeinde Weyerbusch wieder zu dem Treff- und Mittelpunkt im Ort zu machen, der die „Post“ bis Anfang der 90er-Jahre über Jahrzehnte war.
In Weyerbusch nutzten die Neue-Arbeit-Teilnehmer die
Corona-Sommer-Monate, um den Gesellschaftsraum
im „Gasthof zur Post“ im Auftrag des „Brodvereins“ auf
Vordermann zu bringen. Foto: neue arbeit e.V.
Mit der Zusage, den Gesellschaftsraum künftig ab und an nutzen zu können, holte der durch Corona ausgebremste Verein die ‚Neue Arbeit‘ ins Boot und sich damit während der Corona-Sommer-Monate auch einen Renovierungstrupp ins Haus, um das Herzstück des ehemaligen Gasthofs, den Gesellschafts- und Veranstaltungsraum, für die Zeit nach den Corona-bedingten Einschränkungen wieder gesellschaftsfähig zu machen. Neue Arbeit Geschäftsleitung Stefanie Schneider: „Wenn uns solche Projekte zugetragen werden, schauen wir sie uns an, um mit den Vereinen oder auch Einzelpersonen in Einklang zu bringen, was von uns an ehrenamtlicher, handwerklicher Arbeit gewünscht wird und was wir im Zuge unserer Bildungsangebote davon unentgeltlich umsetzen können. Da unsere Fach-Anleiter echte Handwerker sind, sind uns handwerklich kaum Grenzen gesetzt. Es ist jedoch immer abzustimmen, dass diese Projekte im Einklang mit den Aufträgen unserer Förderer stehen und einen sozialen und gemeinnützigen Charakter haben. Anleiter Guido Schelbach ergänzt: „Solche praktischen Projekte sind für uns optimal, weil wir damit am besten die Grundlagen der einzelnen Gewerke vermitteln können.“ Und, so Rasch: „Die Arbeit draußen kommt bei allen immer gut an, weil sie für uns alle eine Abwechslung ist.“
Anita Schönburg, Mitarbeiterin des „Brodvereins“, konnte sich damit regelmäßig auf eine Soll-Trupp-Stärke von fünf Leuten einstellen, wenn auch in unterschiedlicher Besetzung. Denn: „Wie ein solches Team aussieht, kann sich täglich ändern. Das lässt sich für uns kaum planen, auch weil wir möglichst vielen Teilnehmenden unserer drei Maßnahmen, alle zwischen 16 und 60 Jahren, die Möglichkeit geben wollten, dabei zu sein. Beim Verputzen, bei Malerarbeiten und bei den nötigen Grundarbeiten dafür kann sich jeder auf vielfältige Art und Weise einbringen.“ Lassen sich damit die Teilnehmenden in puncto beruflicher (Neu-)Orientierung in Richtung Handwerk auf den Geschmack bringen? Schelbach: „Nein, sie erfahren aber, dass das Handwerk nicht nur sinnvolle und notwendige Arbeit ist, sondern auch neue berufliche Perspektiven eröffnen kann.“
Autor: hwl












