Handwerklich, nachhaltig, kreativ
Die Projekte von neue arbeit e. V. standen in den letzten Wochen ganz im Zeichen des zweiten Frühjahrsmarkts, der am 20. März 2025 an der Ecke Frankfurter Straße/Rathausstraße, zwischen „Café inklusiv“ und „möbel und mehr“, stattfand.
Die Teilnehmerinnen des Projekts „Frauen in die Zukunft“ beteiligten sich unter anderem mit Lunchbags, die sie unter der Anleitung von Hauswirtschaftsmeisterin Carina Löhr gefertigt hatten. Dazu wurden neue Stoffe, aber auch Stoffreste mit lebensmittelechtem Biotuch ausgelegt und zu einer Tasche zusammengenäht, die dann mit einem Klettverschluss versehen wurde. So entstanden auswaschbare und wiederverwendbare Brotbeutel für Groß und Klein, die dank schöner, bunter Stoffmuster auch etwas fürs Auge sind.
Haftete der Handarbeit in unserer Wegwerfgesellschaft bis vor einigen Jahren noch ein Hausmütterchen-Image an, hat sich dies mittlerweile zum Glück geändert. Nähen, Stricken und Häkeln sind wieder zu beliebten Hobbys geworden, denen auch gerade die älteren Teilnehmerinnen in ihrer Freizeit nachgehen. Im Projekt wurden bereits ein Patchwork-Tischläufer gestrickt und Kissen in Eulenform genäht.
Einige Teilnehmerinnen, gerade die jüngeren, haben noch nicht den Zugang zur Handarbeit, möchten es aber gerne lernen. Sie arbeiten das erste Mal mit einer Nähmaschine und schon nach kurzer Zeit werden die Handgriffe sicherer und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten größer. Neben dem Spaß an der Arbeit ist auch der Nutzen im Alltag nicht von der Hand zu weisen. Wenn den Kindern beim Spielen die Kleidung zerrissen ist oder wenn sie schlicht und ergreifend aus ihren Sachen herausgewachsen sind, können diese ohne Kostenaufwand im Sinne der Nachhaltigkeit durch Nähen repariert werden oder in kreativen Upcycling-Projekten ganz neue Dinge entstehen.
Das Projekt „Frauen aktiv in die Zukunft“ wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes sowie durch das Jobcenter Kreis Altenkirchen gefördert.
Autor: Andrea Dahlke












