Frauen!

Veröffentlicht am: 2. April 2019

Informationsreicher Thementag „Tagesmütter“

Am 14.03.2019 fand bei neue arbeit e.V. eine Informationsveranstaltung zum Thema  „Tagesmütter“ statt. Die Teilnehmerinnen  des Projekts „Frauen!! luden dazu Frau Paas von der Kindertagespflege des Jugendamtes und Frau Bieler, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Altenkirchen ein.

Das Projekt „Frauen!“ wird seit November 2018 in Altenkirchen mit Fördermitteln des Jobcenters Kreis Altenkirchen und des Landes Rheinland Pfalz gefördert. Gemeinsames Ziel ist es, die Integrationschancen in Arbeit für die Frauen zu verbessern. Dazu gehört auch, die Möglichkeiten der Kinderbetreuung kennen zu lernen. Viele Mütter – besonders allein Erziehende- kennen die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders im ländlichen Raum des Kreisgebietes mit den mangelhaften Verkehrsverbindungen des ÖPNV können die Frauen nicht jede gewünschte Stelle in dem zur Verfügung stehenden

Zeitrahmen erreichen. Daher wurden die Frauen durch Frau Paas, Jugendamt Altenkirchen, über die Möglichkeiten der Tagespflege ausführlich informiert.

Die Frauen hatten viele drängende Fragen an Frau Paas und an Frau Bieler.
Frau Paas informierte ausführlich über die rechtlichen Grundlagen und die Vorgehensweise, wenn eine Tagesmutter gebraucht wird. Alle durch das Jugendamt vermittelten Tagesmütter wurden dafür geschult und haben einen Erste Hilfe Kurs absolviert. Es gibt Mindestzeiten sowie maximale Betreuungszeiten, damit die Kinder auch eine Bindung zur Tagesmutter aufbauen können, aber auch die Haupterziehungszeit bei den Eltern bleibt.  Die Eingewöhnungs- und Kennen-lern Zeiten wurden vorgestellt, was bei mancher Mutter die Bedenken ausräumte, das das Kind einer „fremden Frau“ überlassen werden sollte. Je kleiner die Kinder sind, umso länger ist die gemeinsame Eingewöhnungszeit. Durch die Tagesmutter haben die Eltern die Möglichkeiten, Randzeiten vor oder nach der Schule/Kita abzudecken und damit auch Arbeitszeiten erfüllen zu können, welche nicht nur in den Schulzeiten der Kinder liegen. Wichtig ist, dass eine Vertrauensbasis aufgebaut wird. Nur wenn Tagesmutter, Eltern und Kinder sich gut verstehen, ist die Betreuung durch eine Tagesmutter sinnvoll. Neben den rechtlichen Grundlagen werden auch Kostenfragen geklärt. Nicht alle Fragen konnten beantwortet werden, speziell in Altenkirchen gibt es derzeit noch nicht genügend Tagesmütter, um den Bedarf zu decken.

Ein weiteres Thema: „Wie wird man Tagesmutter“, welches bei einigen Frauen interessiert aufgenommen wurde. Hier wurden Informationen zur Dauer der Schulung, den Zugangsvoraussetzungen, das Thema Selbstständigkeit und Inhalte der Unterrichtseinheiten und die Praxisteile besprochen. Regelmäßig findet auch ein Netzwerktreffen und Weiterbildung statt. Die Pflegeerlaubnis muss nach Ablauf von vier Jahren neu beantragt werden. Da derzeit nicht in allen Ortschaften im Kreis Altenkirchen genügend Tagesmütter zur Verfügung stehen, sucht das Jugendamt für den im Jahr 2020 neu startenden Kurs noch weitere Interessierte. Dabei gibt es keine Altersbeschränkung, es gibt auch „Tagesomas“ , welche als Tagesmutter arbeiten.

Im Gruppenraum der „Frauen!“ Den Frauenbaum mit Frauen-Vorbildern hatten die Frauen in Projektarbeit selbst gestaltet: Frau Bieler 3. Von links, Frau Paas 2. von rechts

Autor: Silvia Brunner