Bedarfsgemeinschaftscoaching 2019
Auch in 2019 wird das Projekt durch neue arbeit e.V. weitergeführt
Das Projekt BG-Coaching (Bedarfsgemeinschaftscoaching) unterstützt im Rahmen aufsuchender Arbeit sog. Langzeitleistungsbeziehende und Personen mit Fluchthintergrund, welche Kunden des Jobcenters Kreis Altenkirchen sind. Hierbei begleiten die eingesetzten Fachkräfte die zugewiesenen Teilnehmer dabei, sich dem Beschäftigungsmarkt anzunähern. Die Teilnehmenden und ihre Familienmitglieder erhalten Unterstützung in ihren aktuellen Problemlagen im Rahmen einer engmaschigen Begleitung und eines Coachings. So erhalten sie die Möglichkeit sich zu aktivieren und selbstbestimmt Ansätze zu schaffen, ihre Situation zu verbessern.
Aus Medien bekannte Probleme zum Beispiel von sozialer Ausgrenzung, Verarmung, schwieriger Integration, Kinder- und Altersarmut, sind auch im Landkreis Altenkirchen zu finden. Mit dem Projekt BG-Coaching stellt der Europäische Sozialfonds (ESF), das Land Rheinland-Pfalz (Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie) und das Jobcenter Kreis Altenkirchen eine Hilfe zur Verfügung, die langfristig zur Bekämpfung dieser Probleme beitragen wird. In 2018 konnte die Unterstützung bereits in 54 Bedarfsgemeinschaften greifen. Mit einer auf ein Jahr ausgerichteten, engmaschigen Begleitung und Unterstützung wurden Personengruppen erreicht, die sich z.T. weit von den Förderinstrumenten der Jobcenter, den sog. Regelinstrumenten, entfernt hatten, oder die eine große Problematik in der Zusammenarbeit mit den Arbeitsvermittlern aufwiesen. Über die aufsuchende Arbeit gewährten die Teilnehmenden Einblicke in ihre persönliche Situation und zeigten im Projektverlauf eine große Mitwirkungsbereitschaft auf. Zu Projektende konnten in über 85% der Familien Hilfen eingeleitet werden, die deren Situation langfristig verbessern werden. Das Projekt ist konzipiert als ein erster Baustein einer langfristig angelegten Förderkette. Die Arbeit führte in den meisten Fällen dazu, dass die Kunden der Jobcenter in die Regel- Förderinstrumente (sog. Maßnahmen) übergingen. Dies ist ein großer Schritt für die Klientel, sich langfristig einer Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme anzunähern und weiter an ihrer gesellschaftlichen und beruflichen Integration zu arbeiten.
Auch für die Kinder und Jugendlichen dieser Bedarfsgemeinschaften wurde ein Beitrag geleistet, ihre Situation langfristig zu verbessern, da sich die Betreuungsleistung auf den Familienbund bezieht. Hier konnten u.a. das Leben in den Familien allgemein, die Betreuungssituationen in Kita und Schule verbessert, die Teilhabe am sozialen Leben und Hilfen des Jugendhilfeträgers installiert werden. Ansätze der aufsuchenden Sozialarbeit wurden bereits im Jahresverlauf in weiteren Projekten aufgenommen und es zeichnen sich im weitläufigen Flächenlandkreis Altenkirchen kommende Hilfsmodelle dieser Art ab.
„Jeden da abzuholen wo er steht“ ist ein gelebter Grundsatz von neue arbeit e.V. Altenkirchen. Der Träger ist seit knapp 30 Jahren eine feste Größe im Landkreis und setzt unterschiedliche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen an den Standorten Altenkirchen, Wissen, Hachenburg, Westerburg und aufsuchende Projekte im Landkreis Altenkirchen und im Westerwaldkreis um.
In diesem Jahr startet neue arbeit e.V. mit 30 Bedarfsgemeinschaften (Einzelpersonen und Familien aus dem Langzeitleistungsbezug und mit Fluchthintergrund). Das Team setzt sich aus zwei Fachkräften zusammen, die Vollzeit ansprechbar sind für Fragen zum Projekt und einer möglichen Teilnahme. Über die Homepage des Trägers www.ak-neuearbeit.de oder telefonisch unter 02691-9555-0 erhalten Interessierte die individuellen Kontaktdaten von Frau Mies und Frau Manz, den Coaches des Projekts.
Autor: Nadine Manz











