Vom Coaching zurück in den Alltag und ins Berufsleben
Wie individuelle Unterstützung im dritten Projektquartal neue Perspektiven schafft
Im dritten Projektquartal des Bedarfsgemeinschaftscoachings von neue arbeit e.V. standen konkrete Schritte in Richtung beruflicher Aktivierung und ein stabiler Alltag im Mittelpunkt. Dabei zeigte sich erneut, dass berufliche Integration häufig dort beginnt, wo zunächst persönliche und familiäre Hürden überwunden werden müssen.
Ein besonders eindrückliches Beispiel ist ein Teilnehmer, der nach einer langen Krankheitsphase mit Unterstützung des Coachings Schritt für Schritt wieder mehr Struktur in seinen Alltag bringen konnte. Gemeinsam wurden bestehende Schwierigkeiten aufgearbeitet, notwendige Verpflichtungen wieder verlässlich wahrgenommen und die Voraussetzungen dafür geschaffen, eine langfristige berufliche Perspektive erneut aufzunehmen. Mit Erfolg: Der Teilnehmer konnte seine Vollzeitumschulung zum Systemadministrator wieder aufnehmen. Voraussichtlich wird er diese im kommenden Jahr erfolgreich beenden können. Für ihn bedeutet dieser Schritt nicht nur die Rückkehr in eine geregelte Tagesstruktur, sondern auch eine konkrete berufliche Perspektive für die Zukunft.
Auch bei weiteren Teilnehmenden konnten im Berichtszeitraum deutliche Fortschritte bei der beruflichen Aktivierung erreicht werden. Zwei Personen wurden erfolgreich in Praktika vermittelt, eine weitere Person nahm eine Beschäftigung auf. Darüber hinaus konnten Teilnehmende in Arbeitsmaßnahmen vermittelt werden. Arbeitgeberkontakte, Bewerbungen und individuelle Gespräche zur beruflichen Orientierung wurden dabei eng begleitet.
Wie positiv sich diese Schritte auf die Teilnehmenden auswirken, zeigte sich auch in den Gesprächen im Coaching. Die Teilnehmenden berichteten, dass ihnen ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder viel Freude bereiten. Besonders hervorgehoben wurden der geregelte Arbeitsalltag und die dadurch entstehende Tagesstruktur. Für einige war diese neue Struktur ein wichtiger Schritt zurück in einen stabileren Alltag. Die regelmäßige Tätigkeit wurde von den Betroffenen als deutlich positiv für ihr psychisches Wohlbefinden beschrieben und trug dazu bei, wieder mehr Selbstvertrauen und Eigenständigkeit zu entwickeln.
Das Coaching beschränkt sich dabei nicht allein auf die berufliche Perspektive. Gerade bei Bedarfsgemeinschaften mit Kindern wurden im dritten Quartal auch zahlreiche familiäre und soziale Fragestellungen bearbeitet. Unterstützt wurde beispielsweise bei Anträgen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT), bei Kita- und Schulangelegenheiten sowie bei der Anbindung an psychologische und therapeutische Angebote. Insgesamt konnten 14 Kinder über BuT-Leistungen erreicht werden. Darüber hinaus wurden unter anderem Kontakte zum Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJP) hergestellt, Kurmaßnahmen vermittelt, Freizeitbeschäftigungen angebahnt und Familienhilfen installiert.
Die Erfahrungen aus dem dritten Projektquartal zeigen, wie eng persönliche Stabilisierung und berufliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Für manche Teilnehmende war zunächst die Rückkehr zu einem geregelten Alltag der entscheidende Schritt. Daraus konnten sich neue Motivation, berufliche Aktivität und schließlich konkrete Zukunftsperspektiven entwickeln. Das Coaching begleitet diesen Prozess individuell und setzt dort an, wo die jeweilige Bedarfsgemeinschaft Unterstützung benötigt.
Dieses Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie dem Jobcenter Kreis Altenkirchen gefördert.
https://ec.europa.eu/european-social-fund-plus/de
http://www.esf.rlp.de/











