neue arbeit Altenkirchen - Westerwald

Jumper stehen in den Startlöchern

Veröffentlicht am: 15. März 2022

neue arbeit e.V. bietet seit dem 1. Juni auf freiwilliger Basis Hilfe für 15 Ausbildungswillige bis 25 / Zehn haben Ausbildung in Aussicht

Altenkirchen. Seit dem 1. Januar haben sie einen neuen Bereichsverantwortlichen, und seit dem 1. Januar ist ihr Arbeitsplatz nicht mehr in der Frankfurter Straße, sondern am Hauptsitz des gemeinnützigen Vereins ‚neue arbeit e.V.‘ in der Philipp-Reis-Straße in Altenkirchen. Beides hatte aber keinen Einfluss auf die Kontinuität der Arbeit der beiden Sozialpädagoginnen Karolin Imhäuser und Nele Martin, die das seit Juni 2021 laufende Projekt ‚Jump – mit Zusatzqualifikation in die Ausbildung‘ maßgeblich in Gang gebracht haben.

Die Jump-Halbzeitbilanz von Karolin Imhäuser (l.),
Nele Martin und Wolfgang Sautter fällt positiv aus.
Foto: hwl

Der neue Bereichsverantwortliche Wolfgang Sautter, der Uwe Reinhardt abgelöst hat, und der besagte Umzug werden bis auf Weiteres die einzigen Änderungen in der zweiten Hälfte des bis zum Jahresende ausgeschriebenen Bildungsangebots bleiben. Imhäuser: „Es gibt keinen Grund, an diesem besonderen Angebot etwas zu ändern. Das Projekt läuft gut. ‚Jump‘ wird nach wie vor von den jungen Erwachsenen gut angenommen.  Auch die Zusammenarbeit mit den Firmen und den Jobcentern ist sehr zufriedenstellend.“

Besonders ist vor allem die Zielgruppe. Denn ausgeschrieben sind die insgesamt 15 Plätze für junge Männer und Frauen, die bei ‚neue arbeit‘ in Altenkirchen bis zum Jahresende auf freiwilliger Basis eine feste Anlaufstelle bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz finden werden, wozu seit Januar auch Wolfgang Sautter seine Erfahrung einbringt. Sautter: „Ich komme aus einer BvB in Hachenburg (Anm.: Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme). Vom Klientel her und auch von der Zielsetzung her, junge Menschen in eine Ausbildung zu bringen, gibt es aber einige Ähnlichkeiten zu Jump.“

Aktuell widmet sich das Jump-Trio fünf Frauen und neun Männern im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. Darunter sind fünf Neulinge, die im ersten Quartal 2022 eingestiegen sind, nachdem drei der 15 begehrten Plätze freigeworden waren. Martin: Die Fluktuation ist groß. Trotz vorgegebenem Modulablauf ist das Projekt sehr individuell, da es sich an den vielfältigen Lebenslagen der Teilnehmenden orientiert. Insofern ist klar, wie es zur Fluktuation kommt: Teilnehmende münden aus, weil sie einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Parallel münden andere ein, darunter auch einige, die simultan weiterführende Schulen besuchen, in einem FSJ sind oder einer Aushilfstätigkeit nachgehen.“

Wie sind die Aussichten der 14, zum Ausbildungsstart im Sommer einen Platz gefunden zu haben? Martin: „Zehn haben eine Ausbildung in Aussicht. Entweder haben sie schon heute eine konkrete Zusage oder sie sind in der Phase der Bewerbungsgespräche, mit der für sie die berufliche Orientierung, die sie bei uns und mit uns hinter sich gebracht haben, endgültig endet.“ Imhäuser: „In diesem Quartal wurden bereits sechs Praktika von Teilnehmenden absolviert.“ Wobei allein die Praktikumsdauer von drei Tagen bis acht Wochen zeigt, dass wir uns nicht mit einer homogenen 15-köpfigen Gruppe beschäftigen, sondern mit 15 ganz unterschiedlichen jungen Menschen. Sie werden von uns im Einzelcoaching betreut, da die individuelle Begleitung auf dem Weg in die Ausbildung eine vertrauensvolle Beziehung benötigt.“

Neben einem gut funktionierenden Netzwerk bietet das Projekt den ‚Jumpern‘ über die Teilnahme an Veranstaltungen wie u.a. zuletzt ein Azubi-Speeddating in Betzdorf die Möglichkeit, der persönlichen Berufsorientierung einen weiteren Sprung näher zu kommen. Wie funktioniert der Austausch mit den Teilnehmenden in Pandemie-Zeiten? Martin: „Da wir im Projekt Jump aufsuchend arbeiten und in Corona-Pandemiezeiten gestartet sind, stellt uns der digitale Austausch vor keine neuen Herausforderungen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Online-Angebote und die Nutzung neuer, digitaler Kommunikationswege kein Hindernis sind, um die jungen Menschen zielgerichtet zu begleiten.“

 

„JUMP – mit Zusatzqualifikation in die Ausbildung“ wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung aus Mitteln des EU-Hilfeprogramms REACT-EU.

Autor: neue arbeit e.V.